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Auf das Bild eines „Mädchen aus Frascati“ (1838, im Besitz der Nationalgalerie zu Berlin) folgten mehrere historische und Genre-Kompositionen (zu nennen: „Leichenzug in der Campagna“, 18441, bis sodann von den fünfziger Jahren an die Hauptwerke des Künstlers erstehen: die in der Schlosskapelle zu Berlin stereochromisch gemalten Evangelisten Lukas und Johannes, die Kolossalfiguren der damaligen preußischen Provinzen im Weißen Saal des hiesigen Schlosses und die mythologischen Wandbilder des Niobidensaals im Neuen Museum. Das etwas kalte und trockene Kolorit lässt diese durch korrekte Zeichnung hervorstechenden Kompositionen heutzutage wenig anziehend mehr erscheinen; ein Umstand, der auch der jetzigen Beurteilung der zahlreichen, im übrigen trefflich modellierten Bildnisschöpfungen des Künstlers nicht günstig ist. Das 1889, also mit achtzig Jahren, gemalte Porträt des Fürsten zu Solms-Baruch dürfte das letzte Zeugnis für die Schaffensfreudigkeit gewesen sein, die den jetzt Verewigten bis in das hohe Alter begleitete.