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Im Sommer 1847 kehrte Amberg nach Berlin zurück und war hier anfangs im Porträtfach tätig. Später schuf er eine Reihe mythologischer Genrebilder, dann Landschaften mit figürlicher Staffage und monumentale Gemälde, bis er in dem naiven und ernsten Genre die seinem feinsinnigen und idealen Charakter am meisten zusagende Richtung fand. Fast ausnahmslos haben die Werke Ambergs durch die Photographie zahlreiche Verbreitung im Publikum gefunden. Die K. f. A. brachte in Heft 9 des VI. Jahrg. das Bild „Im Defilée“. Seit Jahren holte sich Amberg Motive vom Ostseestrande; Park und Strand von Misdroy, die Meer- und Strandszenen bei Heringsdorf, Zinnowitz und Timmendorf verstand er mit ihrem eigenartigen Zauber wiederzugeben. Aber das gedankenvolle, sentimentale Mädchen hat er doch am liebenswürdigsten und besten dargestellt. In diesem Genre ist Amberg, in Berlin wenigstens, bis jetzt unerreicht. — Die Akademie der Künste erwählte den jetzt Verstorbenen bereits 1869 zu ihrem ordentlichen Mitgliede, seit 1885 gehörte er dem Senate an. Von seinen zwei Töchtern ist die eine, Julie Günther-Amberg, eine geschätzte Malerin.