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 Im nachfolgenden Beitrag aus dem Jahre 1871 wird von den Umständen beichtet die die Bausausführung maßgeblich beeinflusst haben.

Ein Hit-Jubiläum mit gemischten Gefühlen. Er ist ein Urgestein des Deutschrocks, mit allen Ecken und Kanten.

Cover H. KohlHannelore Kohl – Die Frau an seiner Seite –

Offener Brief an den Autor Heribert Schwan,

Sehr geehrter Dr. Heribert Schwan,

Gratulation zum 1. Platz der Sachbuch-Bestseller-Liste im Sommer 2011! Ab jetzt geht´s bergab.

Nachdem bereits viel Boulevard-Lob honigsüß über Ihr Buch tropfte, möchte ich mich kritischeren Stimmen wie denen vom nicht ganz unwichtigen Denis Scheck anschließen.
Wie er glaube ich, dass durch den Stil Ihres Buches über Hannelore Kohl sich der Eindruck auftut, Sie hätten 50 Jahre derart nah am Eheleben der Kohls teilgenommen, dass man sich nicht nur fragt, ob Sie immer am Küchentisch saßen, sondern ob Sie auch wie David Copperfield Gedanken lesen können und im Kopf von Hannelore Kohl herumkramten.
Zunächst: Sie können freilich nichts dafür, dass Ihr Buch lustiger Weise hierzulande ein „Sachbuch“ ist, wenngleich Sie keine einzige Fußnote setzen und keinerlei Erklärungen oder Referenzen für Ihre Argumente, Vermutungen und Andeutungen nennen.

jetzt neu - Bio BrausepulverStrandgut der Woche: Bio-Brausepulver

Schhhhhhh. Wie eine kleine Ostsee-Welle klang es auf der Zunge, wenn man sich 1987 hinter dem mit Teer gedeckten Konsum in der Rostocker Südstadt für drei abgegebene Waldmeister-Limonaden-Flaschen gleich zwei (!) Päckchen Brausepulver holte. Die kleine Erfrischung zwischendurch, sozusagen der Knoppers außerhalb vom Intershop.

11 Pfennig kostete es in unserem Konsum.

Aus: Tagebücher von Karl August Varnhagen von Ense Band 1. 1861

Man sollte mit einem Schriftsteller, wenn man ihm nichts zur Sache Gehöriges zu sagen hat, gar nicht von seinen Schriften reden.

Aus: Freien Kunst. Der „Kunst für Alle“. XV Jahrgang. München 1900. Berlin.

Adolf Hienning

Berlin. Durch das am 25. März erfolgte Ableben des Historienmalers Professor Adolf Henning hat die Berliner Akademie der Künste den Verlust ihres seitherigen Seniors zu beklagen. Der Geschiedene erreichte das hohe Alter von einundneunzig Jahren. Am 28. Februar 1809 zu Berlin geboren, besuchte Henning die hiesige Akademie und war von 1824 1833 Schüler Wachs. Nachdem der Künstler 1826 mit einem Selbstbildnis debütiert hatte, dem einige mythologische und biblische Bilder (darunter das von uns i. H. 11 d. XIV. Jahrg. nach dem Mandel'schen Stich reproduzierte „Oedipus und Antigone“ sich anschlossen, ging er 1833 nach Italien, das ihm in einem mehrjährigen Aufenthalte die künstlerische Reife gab.

Julius SchrsderAus: Der „Kunst für Alle“. XV Jahrgang. München 1900. Berlin.

Berlin. Der Historienmaler Prof. Julius Schrader ist am 16. Februar im fünfundachtzigsten Lebensjahre gestorben. Schon seit acht Jahren völlig erblindet, hatte der am 16. Juni 1815 zu Berlin geborene Künstler seit 1893 seinen Wohnsitz nach dem Vorort Groß-Lichterfelde verlegt. Die ersten künstlerischen Erfolge des jetzt Geschiedenen fielen in die Zeit als sich unter dem Einfluss der Belgier Gallait und de Bièfve der koloristische Realismus in der Berliner Geschichtsmalerei begründete. Seinen ersten Kunstunterricht empfing Schrader an der Akademie seiner Vaterstadt, die ihm nach einem fünfjährigen Zwischenstudium in Düsseldorf unter Wilhelm Schadow im Jahre 1845 auch die Mittel zu einer dreijährigen Studienreise nach Italien bewilligte.

Hermann EschkeDer „Kunst für Alle“. XV Jahrgang. München 1900. Berlin.

Berlin: Der Landschaft- und Marinemaler Professor Hermann Eschke ist am 16. Januar den Folgen eines Schlaganfalls erlegen. Am 6. Mai 1823 hierselbst geboren, genoss Eschke den ersten künstlerischen Unterricht beim Marinemaler Wilhelm Krause, studierte sodann in Paris bei Le Poittevin, kehrte aber bald, nach einigen Jahren Reisens wieder dauernd in seine Vaterstadt zurück. Das Meer hatte es dem Verstorbenen in seinem künstlerischen Schaffen angetan. Mit Vorliehe behandelte Eschke Motive aus den nördlichen Küstengegenden Deutschlands, wie auch Englands, Frankreichs und Norwegens. Auch als Lehrer war Eschke tätig. Zahlreiche Berliner Landschafter, wie Douzette, Körner, Sattzman, Otto und Richard Eschke, die Söhne des Verewigten, sind aus dessen Schule hervorgegangen.

Werner von SiemensDas Bild aus: Freie Kunst. Der „Kunst für Alle“. XV Jahrgang. München 1900.

Ernst Werner Siemens, ab 1888 von Siemens, (* 13. Dezember 1816 in Lenthe; † 6. Dezember 1892 in Berlin) war ein deutscher Erfinder, Begründer der Elektrotechnik und Industrieller (Gründung der heutigen Siemens AG).

Gustav FeckertFreie Kunst. Der „Kunst für Alle“. XV Jahrgang. München 1900.

Berlin. Der Lithograph Prof. Gustav Feckert ist am 5. Oktober neunundsiebzigjährig gestorben. Die Nachricht seines Todes fand kaum als kleine Notiz den Weg in die Zeitungen und als von seiner Beerdigung zu berichten war, die denn doch mit einigem akademischen Pompe vor sich ging, passierte es angesehenen Berliner Blättern, dass sie nicht einmal den Namen dieses verstorbenen Mitgliedes der Königlich Preußischen Akademie der Künste richtig zu schreiben wussten. Der Künstler aber hat einen lauten Nachruf verdient. Unter Mühen verging das lange Leben, das jetzt seinen Abschluss gefunden hat, am Anfang und Ende war es durch harte Not getrübt. G. Feckert wurde am 3. März 1820 in Cottbus als Sohn eines Schneidermeisters geboren. Er kam als vierjähriges Kind mit den Eltern nach Berlin und sollte nach seiner Schulzeit das Handwerk d. Vaters lernen. Mühevoll genug den Weg zur Kunst, er wurde Schüler des Steinzeichners Albert Remy, später dann auch Schüler der Berliner Kunstakademie. Selbständiger Lithograph wurde er erst 1845.

Wilhelm AmbergFreie Kunst. Der „Kunst für Alle“. XV Jahrgang. München 1900.

Berlin. Professor Wilhelm Amberg ist am 8. September nach schweren Leiden verstorben. Geboren am 25. Februar 1822 zu Berlin hat er ein Alter von siebenundsiebzig Jahren erreicht, bis in die jüngste Zeit seine Kunst ausübend. Die erste künstlerische Ausbildung genoss Amberg auf der Akademie seiner Vaterstadt und im Atelier des Professors Herbig, sowie von 1839 bis 1842 bei Karl Begas. Als echter Zögling des letzteren übte und betätigte Amberg sich zu Anbeginn seines öffentlichen Auftretens (1842 stellte er zum ersten male aus) als Historien-, Porträt- und Genremaler. Im Frühjahr 1844 ging er nach Paris, arbeitete hier eine Zeit lang unter Léon Cogniet, alsdann führte ihn sein Weg nach Italien, wo er sich längere Zeit in Venedig und in Rom aufhielt.

Der SanguinikerHumoristisch-satyrischer Volks-Kalender des Kladderadatsch für 1854. Herausgegeben von D. Kalisch (1820-1872) deutscher Schriftsteller

Die eigentümliche Mischung und Verbindung der körperlichen und geistigen Nahrung im Menschen gestalten seine Art zu denken, zu handeln und zu empfinden, und machen sein Temperament. Sauerkohl, Jean Paul, Medoc, Gänseleber, Shakespeare, Chably, Herder und Jauersche Würste bestimmen das Naturell und bilden den Charakter, den schon die älteren Physiker auf dem Standpunkte des Materialismus aus den vier Ureigenschaften, respektive Hauptsäften des menschlichen Körpers zu erklären versuchten.