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Zu den sehenswertesten gehören: der Dom*), die Dreifaltigkeitskirche, die Garnisonkirche**), die Georgenkirche, die katholische Kirche, die Nikolaikirche***), die Marienkirche****), die Sophienkirche und die werdersche Kirche; über welche die einzelnen Artikel im alphabetischen Verzeichnis, das Nähere enthalten. —

*) Dom, der, am Lustgarten, wurde unter Friedrich II. von Boumann dem älteren gebaut und eingeweiht; im Jahre 1817 wurde das Innere gänzlich umgestaltet, und 1821 auch das Äußere verändert und ausgebaut. Bemerkenswert ist das metallene Monument am Ende des Schiffes, welches der Kanzel gegenüber liegt, mit den lebensgroßen Bildsäulen der Churfürsten Johann Cicero und Joachims I. Dem Monument zur Seite stehen die vergoldeten Särge, welche die Leichname des großen Churfürsten und König Friedrichs I. mit ihren Gemahlinnen bergen. In dem geräumigen Gewölbe befindet sich das Königl. Erbbegräbnis.

**) Garnisonkirche, die, (in der neuen Friedrichsstr.) wurde 1722 von Friedrich Wilhelm I. neu aufgebaut, einfach, ohne Turm, mit 8 Eingängen. Im Jahre 1817 und 1833 wurde sie restauriert. Der Taufstein mit Darstellungen von Christi Tauft am Jordan und dem ausgesprochenen Segen über die Kinder, die ganz vorzügliche Orgel, 5 große Ölgemälde von Rode, zum Andenken der preußischen Helden: Schwerin, Kleist, Winterfeld, Keith und Ziethen; die Denktafeln der im Kriege 1813 bis 1815 Gefallenen aus der hiesigen Garnison, und das Altarbild: Christus vor Pilatus, von Prof. Hensel, sind ihre einzigen Ornamente.

***) Nikolaikirche, die, zwischen der Post- und Spandauerstraße, das älteste Gotteshaus Berlins, dessen Erbauung schon in das 12te Jahrhundert verlegt wird. Der sehr spitze Turm hat wiederholt die Kraft des Blitzes erfahren. Das Hauptaltarblatt: „die Verklärung Christi“, ist gemalt und ein Geschenk von Bernhard Rode. An alten Grabmälern fehlt es natürlich nicht.

****) Marienkirche, die, am neuen Markte, eins der ältesten Gebäude, wird schon 1292 urkundlich erwähnt. Ihr Turm, 286 Fuß, ist der höchste Berlins und ward von Langhans 1789 bis 1790 größtenteils aus Holz in gotischem Style ausgeführt. Das Innere ward 1818 renoviert. Antiquarisch merkwürdig ist der Taufstein von Erz aus dem Jahre 1437, und das vor der Kirchtür stehende Steinkreuz, welches die Bürger von Berlin und Köln 1335 an der Stelle errichten mussten, wo der Probst Cyriar von Bernau erschlagen wurde.