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Zwei Weiber warteten bei Tische auf, welche den Gästen die schon vorher zerteilten Stücke vorlegten. Nun wurde die Seele des Verstorbenen, die nach der Gäste Meinung vor der Türe stand, zur Mahlzeit gebeten, da dann ein jeder von jeglicher Speise ein Stück unter den Tisch warf und etwas vom Getränke nachgoss, damit die Seele sich erquicken mögte. Wenn die Mahlzeit vorbei war, stand der Priester von dem Tisch auf, fegte das Haus aus und jagte die Seele hinaus mit den Worten:

„Du hast gegessen und getrunken, o Seele! geh hinaus, geh hinaus!“


Nun erst wurden die Gäste gesprächig und munter, Männer und Weiber tranken sich unter einander zu, und küssten sich weidlich.