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Bonn ist eine eigenartige Stadt. Nicht groß, nicht klein. Das genaue Gegenteil von Berlin, aber dabei mit Berlin doch insoweit vergleichbar, als Bonn wie Berlin mit keiner anderen Stadt vergleichbar ist. Und das deshalb, weil Bonn für vier Jahrzehnte von Berlin die Funktion einer Hauptstadt übernommen hatte.

Cover des Buches Lügen mit ZahlenStatistiken, Grafiken, Prozente und ihre unendlichen Möglichkeiten

Wir haben für die Leser von Lexikus und mein-nrw die beiden Autoren des derzeit enorm bekannten Buches "Lügen mit Zahlen" zum Interview geben. Prof. Gerd Bosbach stammt aus Euskirchen und ist an der Fachschule Koblenz/Remagen als Dozent für Statistik tätig. Co-Autor Jens Jürgen Korff half mit historischen, philosophischen und humanistischen Aspekten als in Aachen geborener Autor und Werbetexter.

Aus: Zeitung für die Elegante Welt. 1838. Korrespondenz aus Berlin

Mit dem Anfange des Dezember stirbt bei uns das öffentliche Leben in gewisser Beziehung noch mehr ab als im Sommer. Der Gedanke an die Weihnachtszeit absorbiert alles Übrige. Die Theater werden leer, neue Stücke studiert man nicht ein, nur Unvorsichtige wagen es, ein Konzert zu geben; das Diorama kündigt an, dass es der Weihnachtszelt wegen bis zu dieser geschlossen bleibe; genug, es beginnt eine förmliche Fastenzeit in Vergnügungen, nur, damit man sich nachher mit doppelt gereiztem Appetit den Magen daran überlade.

Berlin - Börse, FriedrichsbrückeLuxus und Not. — Die Marmorgruppen auf der Schlossbrücke, — Regierung und Magistrat. — Literatur. Aus: Morgenblatt für gebildete Leser, Band 48, 1854

In keinem Jahr ward eine so auffallende Steigerung des Luxus sichtbar als in diesem. Ja in wenigen Sommermonaten scheinen ganze Teile von Berlin ihre Physiognomie vertauscht zu haben, was denen, die von einem langen Sommeraufenthalt zurückkehren, besonders auffallend ist, denn gerade in diesem Herbst erst leuchtet und strahlt es auf gewissen Straßen von einem Lichterglanz und einer Warenpracht, von denen man früher keine Spur gesehen.

Friedrich der Große300 Jahre Friedrich der Große Ausstellung in Potsdam. Als Auftakt zum 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen am 24. Januar 2012 öffnen sich die Pforten in und um Potsdam für Interessierte an Geschichte, Kunst und Musik. Zur Veranstaltungsreihe „Fest für Friedrich“ laden Museen, Vereine und Galerien.

Jasmin Ramadan29 AutorInnen buntesterHerkunft haben ihre Stifte erhoben, um gegen den Medien-Hype um Sarrazin ein Gegenwicht in die publizistischeWaagschale zu legen. Und es wiegt!

Porsche Cayenne nahe Simon Dach StraßeWeitere Fackeleien zur Morgenstund

Kreuzberger Chrysler; Mercedes und Friedrichshainer Porsche abgebrannt

Der frühe Vogel fängt das Wrack. Nach zwei Tagen ohne Autobrände setzte sich heute Nacht die Serie von zumeist durch Sozialneid hervorgebrachter Feuersbrunst an teuren Wagen fort. Nachdem Mitte August mit über 70 beschädigten bzw. völlig ausgebrannten Autos in nur einer Woche ein irrsinniger Höchststand der Brandstiftung eingetreten war, hofften nicht nur die städtischen Behörden und Volksvertreter auf Besserung.

Friedliches Morgenlicht nach brenzliger NachtEin weiteres Kapitel der Brand-Chronik 2011 öffnet sich heute morgen, an dem sich vorrangig Frühaufsteher und Spätaufbleiber beteiligen.

Reste der Mauer - Bernauer Strasse Ein Schutzwall kam, teilte und verband

Am 13. August 1961 begann mit hektisch gezogenen Stacheldraht-Rollen die Abschirmung des russisch kontrollierten Sektors in Berlin von den westlichen Teilen der Stadt, deren Raum sich die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges (Frankreich, Großbritannien, USA) teilten.

Dynamo Emblem am VereinshausErneute Krawalle gefährden Spielbetrieb vom BFC Dynamo

Während die alte Westberliner Dame Hertha BSC seinen Fans nach einiger Zeit der Kritik nun wieder Freude macht und durch den erreichten Aufstieg in die 1. Bundesliga zehntausende Anhänger das Olympiastadion in der Saison 2011/2012 füllen werden, geht es vier Ligen tiefer ernster zu.
Dem BFC Dynamo Berlin regnet es derzeit von allen Seiten ins Gebälk.

Aus: Berliner Bilder - Hundert Momentaufnahmen, von Johannes Trojan (1837-1915) deutscher Schriftsteller. 1903

Dass man in der Weltstadt Berlin nicht ganz frei von Aberglauben ist, beweist ein Inserat in einer hiesigen Zeitung, worin eine zu vermietende Wohnung in dem Hause Friedrichstraße 242, nahe der Puttkamerstraße, mit der Bemerkung empfohlen wird: ,,In dieser Wohnung wurde während eines Zeitraums von fünf Jahren dreimal das große Los gewonnen.“ Das Haus also ist ein Glückshaus und im besonderen die Wohnung eine Glückswohnung, wie es dergleichen in Berlin gibt und in anderen Städten, umgekehrt aber auch Unglückshäuser und Unglückswohnungen vorkommen, in denen niemals einer auch nur mit dem Einsatz herauskommt. Vielleicht trägt zu dem Glück etwas die Hausnummer bei. . . . [Vollständiger Beitrag auf Lexikus.de]

Aus: Berliner Bilder - Hundert Momentaufnahmen, von Johannes Trojan (1837-1915) deutscher Schriftsteller. 1903

Es lebe der Spielmann! Damit ist nicht der Spielmann unserer Dichter Rudolf Baumbach und Julius Wolff gemeint, nicht der fidele fahrende Künstler, der nie Geld, aber immer Durst hat und mit seinen Weisen die Herzen schmucker und wohlhabender junger Wirtinnen gefangen nimmt. Nein, dieser Künstlertypus ist wohl in Wirklichkeit so ziemlich ausgestorben, unser Leierkastenmann wenigstens, wenn auch Heinrich Seidel in der ,,Musik der armen Leute“ sein Auftreten auf dem Hof mit poetischem Zauber zu umgeben gewusst hat, erinnert doch in seiner persönlichen Erscheinung nicht mehr an den deutschen Spielmann des Mittelalters, wie unsere modernen Dichter ihn uns wieder vor Augen geführt haben. Ich habe sie in Verdacht, dass sie ihn uns etwas reputierlicher darstellen, als er wirklich gewesen ist, doch das sei nebenbei bemerkt. . . . [Vollständier Beitrag auf Lixikus.de]

Aus: Berliner Bilder - Hundert Momentaufnahmen, von Johannes Trojan (1837-1915) deutscher Schriftsteller. 1903

Es ist die Zeit der häufigen Toaste. Man würde staunen darüber, wenn es ermittelt würde, an wie vielen Stellen von Berlin um diese Zeit an einem einzigen Abend ein Hoch auf die Frauen ausgebracht wird. In manchen Häusern geht es durch alle Stockwerke. In keiner Gesellschaft, in der ein Braten aufgetragen wird, unterbleibt so leicht ein Toast auf die Frauen. Ich rede von Frauen in der alten auch die Fräulein umfassenden Bedeutung des Wortes, die jetzt wieder mehr zu ihrem Recht kommt, wenn auch viele Tafelredner noch es für gebildeter und vornehmer halten, ,,Damen“ zu sagen. Außer diesem allgemeinen Toast auf das ganze schöne Geschlecht wird häufig noch ein Sondertoast auf eine bestimmte Angehörige desselben ausgebracht. Man lässt die Hausfrau leben, die Haustochter auch, zumal wenn sie sich eben verlobt hat. Der Täufling, der eben den Namen Else oder sonst eine schöne Bezeichnung bekommen hat, wird natürlich leben gelassen. Man erinnert sich der Großmutter, ja der Tante sogar, wenn sie anwesend sind, und stößt auf ihr Wohl an. Es kommt in guten Häusern vor, dass ein Hoch auf die Schwiegermutter, die als Logierbesuch aus der Provinz gekommen ist, ausgebracht wird. Nur von einer Frau, die auch im Hause weilt und zu dem Ganzen in ziemlich enger Beziehung steht, ist selten oder nie die Rede. Ich meine die Kochfrau. . . . [Vollständiger Beitrag auf Lexikus.de]