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Nur 6 Jahre nach dem Ankommen in Großbritannien formierte sich 1970 „Queen“, die 1971 durch den Bassgitarristen John Deacon komplettiert wurden. Ab Mitte der 70er kam der stetig wachsende Erfolg auf der musikalisch so konkurrenzreichen Insel. Etliche Alben sind bis heute unvergessen, einige wie „Greatest Hits I und II“ sind bis heute fester Bestandteil nicht nur vieler Radiosender sondern auch Plattenläden.

Queen-Sänger in WembleyAls liquides, herum schweifendes Element des „Quecksilbers“ (engl. Mercury) berief eine frühe Liedzeile die „Mother Mercury“, worauf Freddie Bulsara in einem Interview seine Namensänderung zu Mercury bekanntgab. „Der Rest ist Geschichte“ wäre ab diesem Punkt zu einfach gesagt, aber tatsächlich ist über die spätere Band „Queen“, ihre wahnsinnigen Auftritte im Wembley Stadion oder in Brasilien viel geschrieben worden.

Dennoch gedenken wir heute nicht nur eines der bedeutendsten Sänger des 20. Jahrhunderts, der im Stimmumfang, einmalig kraftvoller Präsenz und gestikulierend mitreißender Bühnenshow die Fans bewegte. Auch erinnern wir an einen unheimlich gefühlvollen, variantenreichen Sänger und Songschreiber von etlichen weltbekannten Balladen. Vielfach könnte man aus einem Queen Song heute 4 Lieder für die Charts machen, so viel Rhythmuswechsel, Varianz und Melodieentwicklung brachte der hohe Anspruch auch in Zusammenarbeit mit dem exzellenten Gitarristen Brian May mit sich.

Das Ausnahme-Queen-Lied „Bohemien Rhapsody“ rang mit Led Zeppelin´s „Stairway to heaven“ einige Male um die Goldmedaille zum Rock-Jahrhundertsong.

Freddie Mercury hatte als prominenter Homosexueller nie Lust, Ikone zu sein und verwehrte sich einer Vereinnahmung, sondern blieb ohne größere Allüren und gern im Stillen über sein Privatleben. Vielleicht ist es deshalb eine noch größere, überraschendere Tragödie für viele Fans gewesen, als er vor zwanzig Jahren an den Folgen von AIDS in London starb. 

Am 24. November 2011 werden Fans seinen 20. Todestag begehen.