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Vom Gulag Sachsenhausen zum Friedhof in Zehdenick in einem Buch.

! Lesung am 27. März 2012 im Kunstmuseum Solingen !

Der Bad Kleiner Verlag Lexikus.de editiert im Sommer 2011 neben seiner Lexikus-Buchreihe einen einzigartigen autobiographischen Roman innerhalb seiner Godewind Edition, der die Lebensstationen vom Autor und Kulturschaffenden Hans-Jürgen Fenske zeigt. - Jetzt hier bestellbar !

Bereits erfolgreich veröffentlichen konnte Fenske sein Buch über die gemeinschaftliche Wiederentdeckung des Zehdenicker Jüdischen Friedhofes.

Nun geht es in seinem neuen Buch um die verarbeiteten Lebenslinien und die Lebens-Risse des engagierten Menschenfreundes, der weit über seine Berufsaltersgrenze tätig ist, unglaubliche Energie austrahlt, schon viele Menschen mit seinem Kultur und Geschichtsbewusstsein begeisterte und dieses Jahr 80 Jahre alt wird.

"Wie ich meine Jugend überlebte" - seit September 2011 hier erhältlich. (Lesung am 14. Oktober in Zehdenick)

Die Begegnung einer westdeutschen Frau mit einem ostdeutschen Mann im Brandenburgischen zehn Jahre nach der Wende eröffnet die Handlung. Die Erinnerung öffnet die Tür zur Vergangenheit, dem schmerzenden Kern des Werkes.

Mäxchen Olgart ist 13, als er 1946 vom russischen Militärtribunal zu zehn Jahren Haft wegen angeblich „organisiertem Kampf gegen die Sowjetunion“ verurteilt wird. Er kommt ins Lager Sachsenhausen bei Berlin, das die russischen Militär-Mächte wie viele KZs als Gulag weiter benutzten.

Die Leser begleiten Max in die Haft unter grausigen Bedingungen; man erfährt in brennender, klarer Sprache vom menschlichen Ankämpfen gegen das Aufgeben, von einem immer wieder neuen Akt, Mut zu schöpfen. Max wird als Volljähriger entlassen und muss sein Leben emotional distanziert zu den Eltern gestalten. Wir erleben ihn als späteren Lehrer und Kulturschaffenden im Bezirk Potsdam. Politische Wandlungen um 1989 sowie konsequente Neuanfänge zwischen Ost und West gehören ebenso zu diesem autobiographischen Roman.

Der Autor schuf Max Olgart ganz nah an seiner eigenen Geschichte. Heute lebt er in Nordrhein-Westfalen. Im 80. Lebensjahr entschied sich Fenske, diese mitreißenden Erinnerungen aus sechs Jahrzehnten zu einem Buch zu machen. Wie dankbar können Leser nun sein, eine der ganz seltenen Aussagen von realistischer Opfersicht in der Hand zu haben.

Sehr oft gelangt man in historischen Diskussionen an einen Punkt, in dem Menschen sagen: „Nun ist es gut. Mit der Geschichte muss auch mal Schluss sein“. Dieses Buch zeigt glasklar:

Geschichte hört niemals auf, und wir brauchen ein Verständnis der Vergangenheit, um aufrecht und mit offenen Augen gesellschaftlich Gegenwart zu gestalten und Zukunft zu planen.
Max Olgart und sein Autor wählten eine pazifistische, rachefreie Annäherung an eine brutale Vergangenheit, und das macht dieses Buch Gulliver-artig – menschlich riesengroß.

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