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Der Vermieter des Shops versuchte dem Betreiber zu kündigen, aber manche Wanzen sitzen fest in der Kutte. Nun rühmte sich das Berliner Kammergericht eines geschlossenen Vergleichs. Die Betreiber dürfen bis 2015 bleiben, aber – Clue, Sherlock ! – das Geschäft darf keine „skandinavischen Orts- oder Vornamen“ mehr verwenden.

Das Namensschild ist mittlerweile abgenommen. Es ist bekannt, dass sich extreme Rechte seit über ! 90 Jahren ! hinter „nordischen“ Symbolen, Wappen und Namen verstecken – weswegen bereits die norwegische Regierung sich vor Jahren gegen die Flaggen-Nutzung auf der Kleidung wehrte. Aber DAS ist nun der große Wurf – skandinavische Namen verbieten!

Jawohl. Wahrlich, brav getroffen, IVSTITIA !

Jetzt müssen die vom Rechtsstaat geschundenen Rand-Genossen ihren Läden harmlosere Namen geben und Heinrich, Hermann, Rudolf, Benito, Baldur oder Joseph auf die „Front“ tun.

Klar, Adolf geht ja nicht – wegen des Schwedenkönigs Gustav Adolf (1594-1632), Sie wissen schon. Verfluchte Skandinavier!

Ach – Tromsø nahe dem Polarkreis wurde übrigens vom Volk der „Samen“ gegründet. Da fällt mir Brecht ein: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“

P.S.: Für Klugscheißer: Der Bersarin-Platz beim Laden ist weder auf dem e noch auf dem i sondern auf dem a zu betonen – er ist nach dem sowj. General Nikolai Bersarin benannt, der ´45 Stadtkommandant war, nachdem die Truppen der Deutschen Armee besiegt waren. Denken Sie einfach an den Menschenrechts-Experten J. Stalin, auch auf dem a betont.