Weitere Fackeleien zur Morgenstund
Kreuzberger Chrysler; Mercedes und Friedrichshainer Porsche abgebrannt
Der frühe Vogel fängt das Wrack. Nach zwei Tagen ohne Autobrände setzte sich heute Nacht die Serie von zumeist durch Sozialneid hervorgebrachter Feuersbrunst an teuren Wagen fort. Nachdem Mitte August mit über 70 beschädigten bzw. völlig ausgebrannten Autos in nur einer Woche ein irrsinniger Höchststand der Brandstiftung eingetreten war, hofften nicht nur die städtischen Behörden und Volksvertreter auf Besserung.
Ein weiteres Kapitel der Brand-Chronik 2011 öffnet sich heute morgen, an dem sich vorrangig Frühaufsteher und Spätaufbleiber beteiligen.
Am Paul-Lincke Ufer (Kreuzberg) und einer Nebenstraße der Simon-Dach Straße in Friedrichshain hatten bis 5 Uhr Feuerwehr und später Abschlepper zu tun.
Der kleine Nicht-Berliner Polo neben dem Porsche Cayenne (Foto) hatte durch die enorme Hitze ebenfalls keine Chance.
Bereits bis zum Monat Mai waren in der Hauptstadt mehr Fahrzeuge angezündet worden als im gesamten letzten Jahr. Die CDU nahm ihr Entsetzen zu dieser drastischen Entwicklung mit in den Wahlkampf und versprach, mit ihr als regierender Partei werde sich die Lage ändern. Man darf gespannt sein, wenn man will.
Fotos: C. Schmidt

